Kulturwoche Haferland 2025, 31. Juli – 3. August: Traditionen, Handwerk, berühmte Denkmäler und Naturerlebnisse für alle Altersgruppen

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  • Die 13. Ausgabe der Kulturwoche Haferland, des beliebtesten kulturellen und ethnografischen Festivals der Siebenbürger Sachsen, findet dieses Jahr vom 31. Juli bis 3. August statt.
  • Zu den Veranstaltungen an den vier Festivaltagen werden rund 10 000 Besucher erwartet
  • Die Veranstaltung findet in zehn Orten im Haferland statt: Arkeden/Archita, Keisd/Saschiz, Hamruden/Homorod, Reps/Rupea, Deutsch-Kreuz/Criț, Radeln/Roadeș, Meschendorf/Meșendorf, Klosdorf/Cloașterf, Bodendorf/Bunești und Deutsch-Weißkirch/Viscri
  • Während der vier Festivaltage können die Besucher an rund 70 Veranstaltungen teilnehmen: Aufführungen für Erwachsene und Kinder, traditionelle Blasmusik-, Orgel- und Jazzkonzerte, Vorträge, geführte Wanderungen und Besichtigungen, Workshops und Ausstellungen
  • Das zweite Jahr in Folge wird das Festival ein Abenteuer- und non-formales Bildungscamp für Jugendliche und junge Erwachsene veranstalten, in Zusammenarbeit mit The Duke of Edinburgh’s International Award, einer im Vereinigten Königreich gegründeten globalen Organisation.

Bukarest, 28. Mai 2025. Die 13. Ausgabe der Kulturwoche Haferland, des beliebtesten kulturellen und ethnografischen Festivals der Siebenbürger Sachsen, findet dieses Jahr vom 31. Juli bis zum 3. August statt. Erwartet werden rund 10.000 Besucher aus Rumänien, der Europäischen Union, dem Nahen Osten und Nordamerika. Wie in den vergangenen Jahren wird das Festival in zehn Orten im Haferland (der deutsche Name für das Gebiet zwischen Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Brașov und Schäßburg/Sighișoara) stattfinden, die traditionell Gastgeber der Veranstaltung sind: Arkeden/Archita, Keisd/Saschiz, Hamruden/Homorod, Reps/Rupea, Deutsch-Kreuz/Criț, Radeln/Roadeș, Meschendorf/Meșendorf, Klosdorf/Cloașterf, Bodendorf/Bunești und Deutsch-Weißkirch/Viscri.

Während der vier Festivaltage können die Besucher rund 50 Veranstaltungen besuchen: Konzerte, Theatervorstellungen für Erwachsene und Kinder, traditionelle Tanzvorführungen, Konferenzen, Führungen, Verkostungen, Handwerk-Workshops, Ausstellungen usw.

Zu den etablierten Veranstaltungen des Festivals gehören die sächsischen Blasmusikkonzerte, Volkstänze, Konzerte mit religiöser Musik, Barockmusik und Jazz sowie der traditionelle sächsische Ball, der dieses Mal auf der Esplanade der Festung Reps/Rupea stattfindet, einem ebenso großzügigen wie spektakulären Platz mit einem einzigartigen Blick auf die Umgebung der Stadt.

Eine mit Spannung erwartete Veranstaltung ist auch die Wanderung zur fast 700 Jahre alten Fluchtburg Keisd/Saschiz, die eine Führung durch die Festung und ein anschließendes Kulturpicknick beinhaltet. Die hiesige Kirche ist neben der Kirchenburg in Deutsch-Weißkirch/Viscri eines der beiden Gotteshäuser im Haferland, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Eine weitere einzigartige Veranstaltung – die erste ihrer Art, die während der Kulturwoche Haferland stattfindet – ist der „Urzelnlauf“ aus Agnetheln/Agnita, ein alter Brauch der sächsischen Zünfte aus dem Mittelalter. Diese Tradition markierte die Übergabe der Zunftloge an den neuen Zunftmeister der jeweiligen Handwerkszunft. Die Zeremonie fand am Ende eines Umzugs der Zünfte statt, die von maskierten und mit Peitschen bewaffneten Gesellen, den sogenannten „Urzeln“, begleitet wurden. Die Rolle der „Urzeln“, die wahrscheinlich auf alte landwirtschaftliche Riten zurückgehen, bestand darin, böse Geister durch Peitschenknall zu vertreiben.

Nach 1990, als die massive Auswanderung der Sachsen aus Agnetheln/Agnita begann, starb der Brauch aus und wurde erst 2006 wiederbelebt. Sehr selten wurde der „Urzelnlauf“ irgendwo anders als in Agnetheln/Agnita aufgeführt.

 

Kulturwoche Haferland, ein Faktor der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung des gesamten Gebiets

In den 13 Jahren ihres Bestehens hat die Kulturwoche Haferland mehr als 50.000 Besucher angezogen – siebenbürgisch-sächsische Auswanderer, die heute in Deutschland, Österreich oder Nordamerika leben, Angehörige der sächsischen Gemeinschaft in Rumänien sowie Rumänen, die von der Schönheit der sächsischen Dörfer in Südsiebenbürgen beeindruckt sind. Hinzu kommen Besucher aus Deutschland, Österreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Spanien, Israel, den USA und anderen Ländern .

„Seit ihrer Gründung ist die Kulturwoche Haferland zu einem der bekanntesten kulturellen Sommerereignisse geworden, das die Möglichkeit bietet, ausgewanderte Sachsen mit denen, die in ihrer Heimat geblieben sind, zusammenzubringen und gleichzeitig Werte wie Vielfalt, Toleranz, kulturelle Offenheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern“, sagte Michael Schmidt, Präsident der M&V Schmidt Stiftung, Veranstalter des Festivals. „Dieser Erfolg ist auch Herrn Peter Maffay zu verdanken, einem gebürtigen Kronstädter und einem der großen deutschen Musiker, mit dem mich eine langjährige und dauerhafte Freundschaft verbindet. Herr Maffay ist über die Tabaluga-Stiftung, eine von ihm vor vielen Jahren gegründete humanitäre Organisation, Mitinitiator des Festivals Kulturwoche Haferland.“

Die Kulturwoche Haferland leistet einen bedeutenden Beitrag zur Sensibilisierung für das materielle und immaterielle Erbe der sächsischen Gemeinde im Haferland, die seit über acht Jahrhunderten ununterbrochen in dieser Region lebt. Die weltliche und religiöse Architektur mit ihren befestigten Kirchenanlagen, die gleichermaßen dem spirituellen Leben wie dem Schutz der Gemeinschaft dienten, zeugt ebenso von diesem reichen Erbe wie die Sprache und die lebendigen Traditionen der Bewohner. Gemeinsam bilden sie ein europaweit einzigartiges Kulturerbe einer deutschsprachigen Gemeinschaft, die im Süden Siebenbürgens eine eigenständige ländliche Zivilisation geschaffen hat.

Das Festival bleibt ein zentraler Impulsgeber für die touristische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Haferlandes – einer von Landwirtschaft geprägten Region mit rauem Klima. Die Veranstaltung stärkt lokale Initiativen im Bereich des Kultur-, Öko- und Abenteuertourismus entlang der Via Transilvanica und trägt so nachhaltig zur Belebung und Vernetzung der Region bei.

 

Youth Haferland, ein einzigartiges Erlebnis für junge Menschen, in Partnerschaft mit The Duke of Edinburgh’s International Award Romania

Dank der im letzten Jahr begonnenen Partnerschaft zwischen der M&V Schmidt Stiftung und der Stiftung The Duke of Edinburgh’s International Award Romania verfügt das Festival nun über eine spezielle Komponente, die sich an ein junges Publikum richtet: die Initiative Youth Haferland, ein Bildungs- und Erlebniscamp, das darauf abzielt, Brücken zwischen jungen Menschen, Gemeinschaften und dem kulturellen Erbe zu schlagen, wobei der Schwerpunkt auf bürgerschaftlichem Engagement und Identität liegt.

Das weltweit durchgeführte Programm „The Duke of Edinburgh’s International Award“ bietet jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren internationale Anerkennung und einen strukturierten Rahmen für non-formale Bildungsaktivitäten. Auf internationaler Ebene steht das Programm unter der Schirmherrschaft von HRH The Duke of Edinburgh und auf nationaler Ebene unter der Schirmherrschaft von I.M. Margareta, Hüterin der rumänischen Krone.

 Die 13. Ausgabe der Kulturwoche Haferland wird vom rumänischen Kulturministerium in Zusammenarbeit mit der CEC Bank, Geiger, Aqua Carpatica, Domeniile Sâmburești, Automobile Bavaria und MHS Truck & Bus finanziert.

Medienpartner: KISS FM

Die Ko-Veranstalter des Festivals, die M&V Schmidt Stiftung und die Tabaluga Stiftung // Peter Maffay Stiftung, werden von folgenden Partnern unterstützt: dem Demokratischen Forum der Deutschen in Siebenbürgen, dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, der Evangelischen Kirche A.B. Rumäniens durch das Bezirkskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. Kronstadt/Brașov, dem Kulturzentrum der Siebenbürger Sachsen in Bayern, dem Nationalen Dorfmuseum „Dimitrie Gusti“ in Bukarest, dem Mihai Eminescu Trust, der Stiftung ADEPT Transylvania, dem Verein Nowero, dem Bürgermeisteramt von Rupea/Reps, dem Verein Discover Archita/Arkeden, dem Bürgermeisteramt von Vânători (Kreis Mureș/Mieresch), dem Bürgermeisteramt von Saschiz/Keisd (Kreis Mureș/Mieresch), dem Nachbarschaftsverein der Frauen von Saschiz/Keisd und dem Bürgermeisteramt von Bunești/Bodendorf (Kreis Brasov/Kronstad